Schulbuchwerkstatt: Rassismus-kritische Perspektiven auf Schul- und Kinderbücher

Im Sommersemester 2017 widmete sich die ifa-Galerie Berlin gemeinsam mit dem Institut für Kunst im Kontext/ Universität der Künste Berlin in einem Seminar der kritischen (Re-) Lektüre von Schul- und Kinderbüchern. Im Dialog mit Expert*innen, in Workshops und persönlichen Recherchen setzten sich die Studierenden mit folgenden Fragen auseinander: Welche Bild- und welche Sprachpolitiken herrschen in Schul- und Kinderbüchern? Wer spricht wie über wen und was? Wie können wir uns kolonialen, rassifizierenden oder segregierenden Weisen der Darstellung bewusst werden? Und wie können wir ihnen begegnen? Welche Möglichkeiten der Kritik gibt es? Und welche Handlungsstrategien können entwickelt werden?

Im Mai 2018 luden Teilnehmer*innen des Seminars zum Erfahrungsaustausch ein. Das Galeriepublikum, Lehrer*innen, Schüler*innen und Vermittler*innen näherten sich mitgebrachten und gesammelten Schul- und Kinderbüchern mit Blick auf eingeschriebene Repräsentations- und Wissenspolitiken und suchten nach Möglichkeiten der Kritikformulierung und Strategieentwicklung im rassismus-kritischen Umgang mit Schulbüchern. Ausgestattet mit Schere, Tipp-Ex, Marker und Kopierer unternahmen wir den Versuch, das Material neu zu betrachten, gegen den Strich zu lesen, mit künstlerischen Strategien zu dekonstruieren und umzugestalten.

Mit Merih Ergün (Phoenix e.V.), Gregor Kaspar, Rosanna Lovell, Annika Niemann und Moritz Scheuermann

Im Rahmen von “INTERLOOP. Untie to Tie 2017–2018. Wissenstransfers: Praktiken, Reflexionen, Perspektiven“, ifa-Galerie Berlin, 27.4.–18.5.2018

Seminar zur kritischen (Re-) Lektüre von Schul- und Kinderbüchern am Institut für Kunst im Kontext/ Universität der Künste Berlin (2017): Claudia Hummel, Annika Niemann

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